The German Thirst for Bubbles: The Cult of Sparkling Water

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Original
Wer in einem deutschen Restaurant einfach nur 'ein Wasser, bitte' bestellt, erlebt oft eine sprudelnde Überraschung. Während in vielen Teilen der Welt stilles Wasser die Norm ist, meint der Deutsche mit 'Wasser' fast immer Mineralwasser mit Kohlensäure. Stilles Wasser muss explizit als solches bestellt werden, sonst bekommt man die prickelnde Variante serviert – ein Kulturschock für viele Besucher.
Die Liebe zum Sprudelwasser geht so weit, dass es eine Wissenschaft für sich ist. Die Wahl zwischen 'Classic', 'Medium' und 'Still' ist keine Nebensächlichkeit, sondern eine grundlegende Entscheidung. Jeder hat seine bevorzugte Sprudelstärke. Dahinter steckt oft auch der Glaube, dass die Kohlensäure und die enthaltenen Mineralien die Verdauung anregen und erfrischender sind als das 'stille' Pendant.
Dieser Kult um das Blubberwasser zeigt sich auch in der enormen Beliebtheit von Wassersprudlern für den Hausgebrauch. Kisten schleppen war gestern; heute wird das Leitungswasser einfach per Knopfdruck mit Kohlensäure versetzt. Es ist praktisch, umweltfreundlich und erlaubt die individuelle Dosierung der Sprudelintensität. So wird sichergestellt, dass der persönliche Kohlensäure-Bedarf jederzeit gedeckt ist.
Ob aus der Flasche oder selbst gesprudelt, das Mineralwasser mit Kohlensäure ist mehr als nur ein Durstlöscher. Es ist ein fester Bestandteil der deutschen Trinkkultur, eine kleine, aber feine Eigenart, die den Alltag hierzulande prägt und Besucher immer wieder aufs Neue fasziniert.
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A1
In Deutschland ist Wasser oft mit Kohlensäure. Das ist Wasser mit Gas. Wenn du im Restaurant „ein Wasser“ bestellst, bekommst du Wasser mit Gas. Das ist normal. Wasser ohne Gas heißt „stilles Wasser“.
Die Deutschen mögen Wasser mit Gas sehr. Es gibt Wasser mit viel Gas. Das heißt „Classic“. Es gibt Wasser mit wenig Gas. Das heißt „Medium“. Und es gibt Wasser ohne Gas. Das heißt „Still“.
Viele Leute in Deutschland haben eine Maschine zu Hause. Die Maschine macht Gas in das Wasser aus der Leitung. Das ist praktisch. Man muss keine schweren Flaschen tragen.
Wasser mit Gas ist sehr wichtig in Deutschland. Es ist ein Teil von der Kultur. Viele Leute trinken es jeden Tag.
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A2
Wenn du in einem deutschen Restaurant „ein Wasser“ bestellst, bekommst du meistens Mineralwasser mit Kohlensäure. In vielen anderen Ländern ist stilles Wasser normal. Wenn du Wasser ohne Kohlensäure möchtest, musst du „stilles Wasser“ bestellen. Sonst bekommst du eine Überraschung mit Bläschen.
Die Deutschen lieben ihr Sprudelwasser. Man kann zwischen verschiedenen Sorten wählen: „Classic“ hat viel Kohlensäure, „Medium“ hat weniger und „Still“ hat keine. Viele Deutsche glauben, dass Sprudelwasser gesund ist und die Verdauung hilft.
Viele Menschen in Deutschland machen ihr Sprudelwasser selbst zu Hause. Sie benutzen dafür einen Wassersprudler. Man nimmt normales Leitungswasser und fügt per Knopfdruck Kohlensäure hinzu. Das ist einfach und gut für die Umwelt, weil man weniger Plastikflaschen braucht.
Mineralwasser mit Kohlensäure ist also mehr als nur ein Getränk in Deutschland. Es ist ein wichtiger Teil der deutschen Trinkkultur. Für Besucher ist diese Gewohnheit oft neu und interessant.
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B1
Wer in einem deutschen Restaurant unbedacht „ein Wasser“ ordert, wird oft mit Mineralwasser mit Kohlensäure überrascht. Während in vielen Teilen der Welt stilles Wasser als Standard gilt, ist in Deutschland die kohlensäurehaltige Variante die Norm. Man muss also explizit „stilles Wasser“ verlangen, wenn man dies bevorzugt, um einen kleinen Kulturschock zu vermeiden.
Die Vorliebe für Sprudelwasser ist so groß, dass die Auswahl zur Glaubensfrage wird. Ob „Classic“, „Medium“ oder „Still“ ist eine wichtige Entscheidung für den persönlichen Geschmack. Dahinter steht oft die Annahme, dass die Kohlensäure und die enthaltenen Mineralien die Verdauung fördern und erfrischender wirken als Wasser ohne Sprudel.
Dieser „Sprudel-Kult“ zeigt sich auch darin, dass Wassersprudler für den Hausgebrauch extrem beliebt sind. Anstatt schwere Kisten zu schleppen, wird Leitungswasser einfach zu Hause mit Kohlensäure versetzt. Das ist nicht nur praktisch und umweltfreundlich, sondern erlaubt auch, die Stärke der Kohlensäure individuell zu bestimmen.
Ob gekauft oder selbst zubereitet – kohlensäurehaltiges Mineralwasser ist tief in der deutschen Trinkkultur verankert. Es ist mehr als ein einfacher Durstlöscher; es ist eine feine Eigenart, die den Alltag in Deutschland prägt und bei Besuchern oft für Faszination sorgt.
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B2
Die unbedachte Bestellung eines Wassers in einem deutschen Restaurant führt bei vielen Ausländern zu einer sprudelnden Überraschung. Während international stilles Wasser die Norm darstellt, impliziert der Begriff „Wasser“ in Deutschland fast immer kohlensäurehaltiges Mineralwasser. Wer die stille Variante bevorzugt, muss dies explizit äußern, um nicht mit der prickelnden Alternative konfrontiert zu werden – ein kleiner, aber bezeichnender Kulturschock.
Die Affinität zum Sprudelwasser ist derart ausgeprägt, dass die Wahl der Sorte einer Philosophie gleicht. Die Unterscheidung zwischen „Classic“, „Medium“ und „Still“ ist keine Nebensächlichkeit, sondern eine grundlegende Geschmacksentscheidung. Oft liegt dem der Glaube zugrunde, die Kohlensäure und Mineralien würden die Verdauung anregen und eine höhere Erfrischung bieten als das stille Pendant.
Der Kult um das kohlensäurehaltige Wasser manifestiert sich zudem in der enormen Popularität von Wassersprudlern für den Privatgebrauch. Das mühsame Schleppen von Wasserkisten gehört zunehmend der Vergangenheit an; stattdessen wird Leitungswasser per Knopfdruck mit Kohlensäure angereichert. Dieses Vorgehen gilt als praktisch, umweltschonend und ermöglicht die individuelle Dosierung der Sprudelintensität.
Gleich ob aus der Flasche oder selbst aufgesprudelt, das Mineralwasser mit Kohlensäure transzendiert seine Funktion als reiner Durstlöscher. Es ist ein fest etablierter Bestandteil der deutschen Trinkkultur, eine subtile, aber prägende Eigenheit des hiesigen Alltags, die auf Besucher immer wieder eine besondere Faszination ausübt.
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