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December 9, 2025GermanCultureMore Culture

The German Thirst for Bubbles: The Cult of Sparkling Water

The German Thirst for Bubbles: The Cult of Sparkling Water

Wer in einem deutschen Restaurant einfach nur 'ein Wasser, bitte' bestellt, erlebt oft eine sprudelnde Überraschung. Während in vielen Teilen der Welt stilles Wasser die Norm ist, meint der Deutsche mit 'Wasser' fast immer Mineralwasser mit Kohlensäure. Stilles Wasser muss explizit als solches bestellt werden, sonst bekommt man die prickelnde Variante serviertein Kulturschock für viele Besucher.

Die Liebe zum Sprudelwasser geht so weit, dass es eine Wissenschaft für sich ist. Die Wahl zwischen 'Classic', 'Medium' und 'Still' ist keine Nebensächlichkeit, sondern eine grundlegende Entscheidung. Jeder hat seine bevorzugte Sprudelstärke. Dahinter steckt oft auch der Glaube, dass die Kohlensäure und die enthaltenen Mineralien die Verdauung anregen und erfrischender sind als das 'stille' Pendant.

Dieser Kult um das Blubberwasser zeigt sich auch in der enormen Beliebtheit von Wassersprudlern für den Hausgebrauch. Kisten schleppen war gestern; heute wird das Leitungswasser einfach per Knopfdruck mit Kohlensäure versetzt. Es ist praktisch, umweltfreundlich und erlaubt die individuelle Dosierung der Sprudelintensität. So wird sichergestellt, dass der persönliche Kohlensäure-Bedarf jederzeit gedeckt ist.

Ob aus der Flasche oder selbst gesprudelt, das Mineralwasser mit Kohlensäure ist mehr als nur ein Durstlöscher. Es ist ein fester Bestandteil der deutschen Trinkkultur, eine kleine, aber feine Eigenart, die den Alltag hierzulande prägt und Besucher immer wieder aufs Neue fasziniert.

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